Liebeskummer bei Teenagern – So können Eltern helfen

Februar 19th, 2013

Es ist einer der schönsten Gefühle: Das erste Mal verliebt sein. Doch auch umso schlimmer ist es, wenn die erste Beziehung in die Brüche geht. Viele Teenager stürzen in ein tiefes Loch.

Bei Liebeskummer sind die Eltern leider nicht immer die besten Tröster. Eltern brauchen Strategien, um ihren Kinder aus dem seelischen Loch herauszuhelfen.

Viele Eltern unterschätzen den Liebeskummer ihrer Kinder. Ihn nicht ernst zunehmen, ist ein großer Fehler.

Aus eigener Erfahrung wissen die Eltern zwar, dass die Phase irgendwann überwunden ist und man sich neu verliebt. Aber man muss auch begreifen, dass es dem Jugendlichen in der Zeit besonders schlecht geht. Vermeiden sollte man unbedingt Aussagen wie “Du bist noch jung und wirst dich noch öfter verlieben” oder “Der Richtige kommt schon noch”. Mit solchen weisen Sprüchen kann der Teenager nicht viel anfangen. Denn fast jeder Jugendliche glaubt, dass die zerbrochene Beziehung für die Ewigkeit gedacht war.

Eltern müssen ihren Kindern Zeit zum Verarbeiten geben. Sie müssen den Kummer zulassen. Die Verarbeitungsphase kann bis zu acht Wochen andauern, so die Liebeskummer-Berater. In dieser Zeit sollen Eltern sehr aufmerksam sein und aufpassen, dass der Trennungsschmerz nicht in Depression umschlägt, sich die Kinder womöglich ritzen oder zu Alkohol greifen. In den meisten Fällen geht die Phase jedoch relativ schnell und ohne seelische Störungen vorüber.

Trotzdem sollte man auf Anzeichen achten: Vor allem Mädchen können aufgrund einer Trennung an ihrem Selbstwert und Aussehen zweifeln. Während vorübergehende Appetitlosigkeit nicht ungewöhnlich ist, können andauernde Essensverweigerungen und übertriebener Sport Signale einer Essstörung sein. Auch bei einem aggressiven Verhalten sollten Eltern hellhörig werden. In Extremfällen ist dem Einfluss der Eltern eine Grenze gesetzt. Man solle nicht zögern, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

In den meisten Fällen läuft die Phase des Liebeskummers aber ohne große Probleme ab. Ein praktischer Tipp zu Trennungsschmerzen vom Beraterteam ist beispielsweise den Kindern und ihren Sorgen geduldig zuzuhören. Der Jugendliche muss fühlen, dass jemand für ihn da ist, mit dem er ungezwungen die Probleme besprechen kann. Das bedeutet: Keinesfalls aushorchen oder im Handy der Kinder nachstöbern. Manchmal hilft es auch, wenn Eltern die eigenen Liebeskummer-Erfahrungen erzählen.

Trotz allem Verständnis der Eltern, darf der Liebeskummer kein Freifahrtschein für die Teenager sein: Kinder können in einem gewissen Alter mit den Schmerzen einer Trennung noch nicht richtig umgehen. Sie sind frustriert, launisch, teilweise aggressiv. Als Elternteil darf man nicht jedes Wort und Verhalten überbewerten, sich aber auf keinen Fall Respektlosigkeiten gefallen lassen. Gewisse Regeln sollten auch während einer Liebeskummer-Phase bestehen. Die Schule zum Beispiel darf nicht vernachlässigt werden.

Mehr Tipps für die Zeit nach der Trennung – So überwinden Sie den Schmerz!

Januar 8th, 2014

iStock_000012643876XSmallEine Trennung ist für viele Menschen ein nahezu traumatisches Erlebnis – besonders natürlich für den Verlassenen.

Eine der wichtigsten Bezugspersonen ist auf einmal nicht mehr da – viele Zukunftspläne sind geplatzt. Die Verarbeitung ist ein langwieriger Prozess.

Wie Sie die Trennung leichter verarbeiten können und was Ihnen bei der Verarbeitung helfen kann erfahren Sie hier!

1.       Schonen Sie sich!

Nehmen Sie sich in der Zeit nach der Trennung nicht zu viel vor. Sie werden Zeit für sich brauchen,  um die Trennung zu verarbeiten –  nehmen Sie sich diese auch.

2.       Lassen Sie Gefühle zu!

Besonders in der ersten Zeit nach der Trennung werden Sie äußerst emotional sein. Gefühle wie Wut, Trauer und Hoffnungslosigkeit wechseln sich ab. Das ist eine völlig normale Phase im Verarbeitungsprozess. Viele Menschen verdrängen ihre Gefühle in dieser Phase, das ist jedoch der falsche Weg! Lassen Sie daher Gefühle zu!

3.       Denken Sie rational!

Manche Personen neigen dazu, sich nach der Trennung nur die positiven Eigenschaften des/der Ex vor Augen zu halten. Negative Aspekte werden dabei völlig ausgeblendet.  Dass dies nicht gut ist, können Sie sich vermutlich denken!
Denken Sie darüber nach, welche negativen Eigenschaften Ihr/e Ex hatte. Schreiben Sie diese am besten auf und  hängen Sie die Liste an einen für Sie gut sichtbaren Platz.  Sie werden schnell sehen, dass Ihre gar nicht so toll war, wie Sie im Moment glauben.

4.       Brechen Sie den Kontakt ab!

Ein vollständiger Kontaktabbruch ist nach der Trennung sinnvoll. Keine SMS, keine Anrufe und keine Treffen zum Kaffee. Sie brauchen jetzt Zeit um die Trennung zu verarbeiten, wenn der Ex ständig präsent ist erschwert dies den Verarbeitungsprozess. Sollten Sie Kinder haben, ist ein vollständiger Kontaktabbruch natürlich nicht möglich. In diesem Fall ist es ratsam den Kontakt auf das Nötigste zu reduzieren.

5.       Räumen Sie auf!

Packen Sie alles, was Sie noch von Ihrem/r Ex- besitzen in eine Kiste und stellen Sie diese in den Keller oder an einen anderen abgelegenen Ort. Das hilft Ihnen sich nach der Trennung von Ihrem Partner zu lösen. Manche Menschen vernichten die Erinnerungen auch, davon würde ich jedoch abraten. Ihr/e Ex war schließlich längere Zeit Teil Ihres Lebens und auch wenn Sie es sich jetzt nicht vorstellen können, so werden Sie sich irgendwann vermutlich positiv an diese Zeit zurück erinnern. Sie würden es dann bereuen, wenn Sie sämtliche Erinnerungen zerstört hätten.

6.       Betäuben Sie sich nicht!

Auch wenn es reizvoll ist den Schmerz mit Alkohol, Nikotin oder Medikamenten zu betäuben – lassen Sie es! Natürlich, eine Trennung  tut verdammt weh, doch es ist besser wenn Sie den Schmerz zulassen und lernen mit ihm umzugehen, als ihn zu betäuben.

7.       Treffen Sie sich mit Freunden!

Freunde sind in der Trennungsphase wichtig. Sie können Ihnen eine besondere Stütze sein und werden Ihnen helfen die Trennung besser zu verarbeiten. Reden Sie mit Ihren Freunden über Ihre Gefühle und die Trennung. Unternehmen Sie mit Ihren Freunden Dinge, die Ihnen Spaß bereiten.

8.       Werden Sie aktiv!

Sie würden am liebsten den ganzen Tag auf der Couch liegen und Fernsehen? Verständlich! Doch damit tun Sie weder sich, noch Ihrer Gesundheit einen Gefallen. Werden Sie daher aktiv! Gehen Sie raus! Treiben sie Sport! Machen Sie Dinge, die Ihnen gut tun!

Richtig kommunizieren will gelernt sein!

November 21st, 2014

„Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“, besagt ein altes Sprichwort. Das mag für viele Situationen gültig sein – in einer Partnerschaft ist diese Regel völlig fehl am Platz! Glückliche Paare kommunizieren miteinander: mit Worten, mit Gesten, mit Mimik. Der Alltag wird von einem konstruktiven Austausch bestimmt. Gefühle, Wünsche und Probleme werden ebenso angesprochen wie allgemeine Themen aus Politik, Wissenschaft, Freizeit oder ähnlichem.

Natürlich fällt es manchen Menschen leichter als anderen zu reden. Frauen sind in der Regel gesprächiger als Männer, ruhige Typen beschränken sich gern auf wenige Worte. Für eine gute Kommunikation in der Beziehung ist daher nicht nur die Menge sondern vielmehr die Qualität entscheidend. Daher gibt es einige fundamentale Regeln für eine konstruktive Kommunikation, die von jedem Partner – insbesondere bei Streitgesprächen – beachtet werden sollten:

  1. Ich-Botschaften
    Sprechen Sie von Ihren Wünschen oder Gefühlen und vermeiden Sie einen Angriff Ihres Partners mit Du-Botschaften. Statt: „Du kommst schon wieder zu spät!“, kommt ein „Ich hätte gern mit Dir zusammen gegessen“ besser an.
  2. Konkrete Sachverhalte
    Verallgemeinerungen helfen nicht weiter. Bringen Sie ein konkretes Problem oder einen bestimmten Sachverhalt zur Sprache. „Immer gehst Du laufen, wenn es problematisch wird!“, nutzt sich schnell ab. „Ich hatte mich gefreut, heute den Abend zusammen zu verbringen.“, fordert dagegen eine konkrete Stellungnahme.
  3. Aktuell bleiben
    In einer guten Beziehung werden Fehler verziehen und sollten dann auch nicht mehr ständig angesprochen werden. „Damals hast Du auch…“, zeigt nur, dass von Ihrer Seite noch kein Gras über die Sache gewachsen ist.
  4. Sachlich bleiben
    Satire, Ironie und Verächtlichkeit sind Gift für ein konstruktives (Streit-)Gespräch. Reden Sie mit Ihrem Partner so, wie Sie auch selbst gern angesprochen werden möchten. Sätze wie: „Na klar, der Herr ist müde und abgespannt vom stressigen Job und kann jetzt nicht den Tisch abräumen.“ verletzen und werden nicht zu einer Lösung des Problems beitragen. „Ich weiß, dass Du müde bist, aber kannst Du mir trotzdem kurz helfen?“, fühlt sich für beide Seiten besser an.
  5. Zuhören
    Unseren Kindern predigen wir immer wieder: „Lasst den anderen ausreden.“ Aber halten Sie sich selbst immer an diese Regel? Aktives Zuhören mit Augenkontakt bringt zum einen Ruhe ins Gespräch und erleichtert zum anderen das Verstehen des Gesagten – in allen Facetten und nicht nur die Kernbotschaft.

Reden hält zusammen

Die Anlässe für Gespräche können ganz unterschiedlich sein. Häufig geht es um Fragestellungen des Alltags, die geklärt werden müssen. Aber auch Berichte über den Tag, Erlebnisse der Kinder oder interessante Neuigkeiten sind oft der Auslöser. Schwieriger wird es, wenn Probleme zur Sprache gebracht werden müssen, die schon länger auf der Seele lasten. Das müssen gar nicht immer Probleme mit dem Partner sein. Auch Gespräche über eigene Wünsche, die eventuell den Vorstellungen des Partners widersprechen, werden gern möglichst lange zurückgehalten. Gerade dies führt aber zu einer immer größeren Entfremdung innerhalb der Beziehung. Ein regelmäßiger Austausch über Alltagsangelegenheiten hinaus ist eine grundlegende Voraussetzung für eine langfristig harmonische Partnerschaft. Glückliche Paare reden miteinander, streiten miteinander, träumen miteinander – und schweigen miteinander. Wer gemeinsam entspannt schweigen kann, kann auf zwanghaft herbeigeführte Kommunikation verzichten. Denn diese soll nur verdecken, dass das Paar sich nichts zu sagen hat und ist oft der Anfang vom Ende – oder zumindest der Beginn eines unkonstruktiven Streitgesprächs.

Weitere Ausführungen zum Thema Liebe und Partnerschaft finden Sie hier in einem Online-Ratgeber.

Umgehen mit Kummer und Trauer – ob nach Trennung oder durch den Tod

Februar 22nd, 2017

Menschen sind traurig, wenn es um Verlust eines geliebten Menschen geht, sei es durch eine Trennung oder durch den Tod. Damit können nicht alle umgehen, denn die Trauer überkommt jeden einzeln ganz anders und die Reaktionen darauf sind auch unterschiedlich. Sollte jemand bei Ihnen verstorben sein, dann steht bei Ihnen zunächst bestimmt sehr viel Organisatorisches auf dem Plan. Es müssen Karten jeder Art, die Sie unter anderem hier finden, und vieles weitere geplant werden.

Doch zurück zum Thema Kummer und Trauer.

Diese bewirken oft im ersten Moment, dass man sich in einem Schockzustand befindet. Dieser kann stunden- oder auch tagelang anhalten. Es wird oftmals auch nicht realisiert, was passiert bzw. was genau geschehen ist. Man fühlt sich erstarrt. In dieser Phase braucht man jemanden, der einem hilft die Wirklichkeit zu realisieren.

Dabei brechen sehr oft die Emotionen aus, die einfach einen überwältigen. Sei es Angst oder auch Wut, man sucht nach einer Erklärung für den Verlust: Wieso hat er mich verlassen?

In diesem Gefühlschaos braucht jeder jemanden, der ihm einfach zuhört und zuspricht. Nach ein paar Tage, Wochen, Monaten oder sogar Jahren regelt sich das Durcheinander der Gefühle und Emotionen.

Doch in vielen unterschiedlichen Situationen im Alltag wird man immer wieder an die gemeinsame Zeit erinnert. Dabei muss man sich immer wieder bewusst machen, dass diese schmerzlich vermissten Situationen und Dinge nicht mehr gibt bzw. nicht mehr zusammen gemacht werde können.

Vor allem wird vom Umfeld erwartet, dass diese Geduld und Nachsicht haben. Der Trauernde muss sich selber immer wieder vor Augen führen, dass das Leben weitergeht, man immer nach vorne schauen muss und sich nicht unterkriegen lassen soll.

Für viele ist ein Ende immer wieder ein Anfang. Der Blick für die Zukunft kann sich öffnen. Jedes Erlebnis stärkt Sie und Sie können die Welt für sich selbst ganz neu entdecken.

Jeder geht mit Trauer und Verlust ganz unterschiedlich um. Sie müssen sich nur im Klaren sein, dass es okay ist zu weinen, sich Zeit nehmen und auch einfach mal depressiv zu sein. Jeder hat unterschiedliche Voraussetzungen, um seinen Verlust endgültig zu verarbeiten und zu überwinden. Das Wichtigste ist, dass Sie am Ende wieder aufstehen.

Wie Sie sehen, existiert kein Schema, welches Ihnen ganz einfach über Ihre Trauer bzw. Ihren Kummer helfen kann, sei es eine Trennung oder ein Todesfall. Sie werden leiden, Sie werden zweifeln, doch wie sagt man so richtig: Die Zeit heilt alle Wunden!